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Wachsen zu Jesus Christus hin

Süddeutschland: Letzter Gottesdienst mit Stammapostel Leber

(13.5.2013) Seinen letzten Gottesdienst vor dem Pfingstgottesdienst, an dem er in den Ruhestand treten wird, führte Stammapostel Wilhelm Leber, geistliches Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, in Süddeutschland durch: am Sonntagmorgen, 12. Mai 2013, in Augsburg. Die Gemeinden des Kirchenbezirks Augsburg (Apostelbereich München) waren dazu eingeladen.

Große Freude über den Besuch und das Gottesdiensterleben, aber auch Wehmut erfüllte viele der Gottesdienstteilnehmer in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche in der Stettenstraße. Es war zu verspüren, dass die Predigt mit offenem Herzen angenommen wurde. Der Stammapostel legte ihr das Bibelwort Epheser 4,15 zugrunde: „Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“

Der Gedanke von der Liebe („Immer alles auf der Basis der Liebe!“) und der notwendigen Entwicklung hin zu Jesus Christus zog sich durch den gesamten Gottesdienst.


Dank an „mütterliche“ Gemeindemitglieder

Nach dem Vorlesen des Bibelworts trug der Chor das Lied „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“ vor, und der Stammapostel nahm zuerst darauf Bezug. Er wünschte, der Vorsatz, sich „durch absolut nichts“ trennen zu lassen von Gott und der Liebe Gottes, möge alle leiten. Auch möge jeder an seinem Platz mit dafür sorgen, dass diese Liebe spürbar sei.

Ferner äußerte er sich kurz zum „Muttertag“ und rief zur Dankbarkeit den Müttern gegenüber auf. Er weitete diesen Gedanken dann ein wenig aus und zitierte Paulus, der im 1. Thessalonicher-Brief darauf hinwies, wie er sich um die Gemeinde bemüht hatte, und davon sprach: „Ich bin unter euch mütterlich gewesen“ (vgl. Kapitel 2,7). Der Stammapostel nahm dies in die Gegenwart und stellte die Glaubensgeschwister in den Mittelpunkt, die „mütterlich“ in der Gemeinde wirkten, die Augen offen hätten für das Geschehen dort und mit Rat und Tat zur Seite stünden. „Solchen ‚mütterlichen‘ Geschwistern möchte ich auch einmal ‚Danke‘ sagen!“ Vieles werde da getan, auch wenn es nicht so nach außen hin sichtbar werde. So manche gebe es, die sich einsetzten und mit Hand anlegten, damit in der Gemeinde eine herzliche Atmosphäre, ein schönes Miteinander herrsche. Mit dem „Dankeschön“ an diese Gemeindemitglieder verband er den Appell an alle, auf diese Weise „mütterlich“ zu sein in der Gemeinde, denn dieses „mütterliche Element“ brauche es. Jeder könne sich da mit einbringen, in Liebe.


Liebevolles Miteinander

Zum ersten Teil des Bibelworts („Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe“) meinte der Stammapostel: „Man kann es etwas allgemeiner ausdrücken und sagen: Lasst uns in der Liebe miteinander umgehen!“

Hinsichtlich des Wachsens hin zum Haupt, Jesus Christus, erwähnte er die unterschiedlichen Bedingungen und Lebensverhältnisse der Glaubenden – und dennoch könne sich jeder in seinem Teil um Wachstum bemühen. Konkret nannte er einige Beispiele aus dem Glaubensleben, so u.a. das Gebet, Vergebungsbereitschaft und Versöhnlichkeit, Anteilnahme am Nächsten in der Gemeinde.


„Licht der Liebe“

Mit dem Lied „Ein Licht geht uns auf“, das vom „Licht der Liebe“ Gottes handelt und das sie voll Inbrunst sangen, hatten Kinder den Stammapostel und seine Begleiter begrüßt. Dies waren der künftige Stammapostel, Bezirksapostel Jean-Luc Schneider, sowie Bezirksapostel Bernd Koberstein, der die Gebietskirchen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Frankreich leitet, und Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland und somit Gastgeber. Außer den Aposteln Herbert Bansbach, Hans-Jürgen Bauer, Jürgen Loy, Dieter Prause und Wolfgang Zenker aus Süddeutschland waren Apostel Raymond Estrade aus Frankreich, Apostel Pavel Gamov aus Russland und Apostel Rolf Wosnitzka aus Thüringen dabei.

Zu einem Predigtbeitrag rief der Stammapostel den künftigen Stammapostel, Apostel Gamov und Bezirksapostel Koberstein.

Vor und in dem Gottesdienst erklangen – abwechselnd und gemeinsam – Vorträge von Orgel, gemischtem Chor und Flöte. Der Gottesdienst wurde simultan in die französische und russische Sprache übersetzt. Eine Übertragung gab es zur Freude der Glaubensgeschwister, die so diesen Gottesdienst mitfeiern konnten, in die Kirchen Augsburg-Haunstetten, Neusäss, Gersthofen und Günzburg.


Acht Jahre zuvor …

Mit diesem Gottesdienst in Süddeutschland schloss sich für den Stammapostel in gewisser Weise der Kreis, denn vor fast auf den Tag genau acht Jahren, am Pfingstsonntag, 15. Mai 2005, hatte er in Süddeutschland das höchste geistliche Amt in der Neuapostolischen Kirche angetreten: Sein Amtsvorgänger, Stammapostel Richard Fehr, ordinierte ihn damals in einem hoch feierlichen Gottesdienst in der Kirche in Fellbach (bei Stuttgart) zum Stammapostel (wir berichteten). Rund 1,5 Millionen Glaubensgeschwister in über 8.000 Gemeinden hatten dies infolge der weltweiten Satellitenübertragung miterlebt.

Auch seinen ersten Gottesdienst als Stammapostel feierte Wilhelm Leber in Süddeutschland: am Sonntag nach seiner Ordination, 22. Mai 2005, in Waldshut (Apostelbereich Freiburg). Damals nahm er als Grundlage für die Predigt Kapitel 24, Vers 44 aus dem Matthäus-Evangelium, ein Wort, das sich auf die Wiederkunft Jesu Christi bezieht: “Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ – Damit ist der Bogen geschlagen zu dem in seinem letzten Gottesdienst in Süddeutschland verwendeten Epheser-Wort, denn zur Bereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gehört das Wachsen “in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.“









Stammapostel Wilhelm Leber
Der künftige Stammapostel, Bezirksapostel Jean-Luc Schneider