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Den Herrn bekennen

Bezirksapostel Ehrich (links im Bild) und Bezirksapostel Schneider, der den Gottesdienst leitete


Die Predigt des Bezirksapostelhelfers Dzur (rechts im Bild) wurde von Apostel Volker Kühnle übersetzt

Apostel Otten

Gottesdienst zum Abschluss des süddeutschen Jugendtags

(16.9.2012) „Heilig, heilig … ist der Herr“, erklang es am Sonntagmorgen, 16. September 2012, im Olympiastadion in München. Die über 300 Sängerinnen und Sänger des Jugendchors aus dem Apostelbereich Ulm stimmten mit feierlichen Weisen die rund 11.500 jungen Christen und ihre Seelsorger auf das seelische Erleben ein – das Stadion wurde Gottesdienststätte.

Vorträge des Jugendchors und einer Blechbläsergruppe sowie Orgelspiel gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Bezirksapostel Jean-Luc Schneider, der an Pfingsten zum Stammapostelhelfer beauftragt worden ist (wir berichteten), leitete den Gottesdienst. Mit dabei waren Bezirksapostel Michael Ehrich, als Präsident der Gebietskirche Süddeutschland der Gastgeber, Bezirksapostelhelfer Frank Dzur (Kanada) und Apostel Franz-Wilhelm Otten (Nordrhein-Westfalen) als Gäste aus anderen Gebietskirchen, Apostel Anatolij Budnyk aus der Ukraine, einem von Süddeutschland aus mitbetreuten Land, sowie die neun süddeutschen Apostel und die Bischöfe.

Als Bibelwort legte Bezirksapostel Schneider der Predigt Kapitel 10, Vers 32 aus dem Matthäus-Evangelium zugrunde: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.“ Als Auftakt zur Wortverkündigung trug der Jugendchor unter Leitung von Yvonne Keck mit Orgelbegleitung das Lied „Wir möchten Jesum sehn“ vor. Eine schöne Begegnung mit dem Herrn wünschte der Bezirksapostel allen Gottesdienstteilnehmern zu Beginn. Es sei überwältigend, wenn man so in die Reihen der Jugend schaue, meinte er und dankte herzlich für alles Engagement der jungen Christen: „Wir sind so dankbar, dass es euch gibt!“

Kurz ging er beispielhaft auf die Begegnung Jesu mit Zachäus ein (vgl. Lukas 19), der dem Herrn nicht nur das Haus, sondern das Herz geöffnet habe: „Er ließ sich von Jesus etwas sagen!“ Nun gehe es im Gottesdienst nicht allein darum, eine emotional schöne Begegnung zu haben, vielmehr möge der Herr jeden im Inneren berühren und der Gottesdienst auch dauerhafte Auswirkungen haben.

Zum Bibelwort führte der Bezirksapostel aus, die Aufgabe, den Herrn zu bekennen, habe nicht eine Kirche definiert, sondern es sei ein Auftrag Jesu Christi – Bekenntnis des Glaubens sei eine Lebensaufgabe. Er zitierte den Anfang des Katechismus der Neuapostolischen Kirche (ein Werk, das im Dezember 2012 erscheinen wird): „Der christliche Glaube ist darauf angelegt, sich anderen mitzuteilen.“

In Jakobus stehe, der Glaube ohne Werke sei tot (vgl. Jak. 2,26) – anders gesagt: Wenn jemand nach seinem Glauben handle, habe das Auswirkungen, das falle auf. Ein solcher Glaube sei lebendig. Glaube bedeute auch, Liebe zum Herrn zu haben, und auch diese Liebe müsse man merken, so der Bezirksapostel. Im Tun und Wandel, in der Lebensgestaltung, im Alltag, im Wesen, in der Art, wie man reagiere …: in all dem gelte es, den Herrn zu bekennen, ihn und sein Evangelium einschließlich seiner Wiederkunft zu „verkündigen“. Ebenso gelte es, unter Beweis zu stellen, dass das Evangelium auch heute noch aktuell und wirksam sei. Er appellierte zudem, darauf zu verweisen, dass der Herr in seiner Kirche wirke.

Den Herrn so zu bekennen, bezeichnete der Bezirksapostel als Aufgabe eines jeden Christen. Ausdrücklich wies er darauf hin, dazu sei nicht nur die ältere Generation aufgerufen und es sei auch nicht allein Aufgabe der Amtsträger, sondern: „Es ist deine Angelegenheit!“

Konkret könne man dies zum Beispiel tun, indem man auf die Gebote aufmerksam mache – sie also befolge und sich selbst Grenzen setze, wenn etwas gegen göttliche Gebote gehe. Ebenso, indem man die Liebe Christi verkündige – zum Beispiel, indem man sich vergebungsbereit und versöhnlich zeige. Wer dies tue, den bekenne der Herr, wie es im Bibelwort heiße, ein solcher erlebe auch die Nähe und die Hilfe Gottes.

Im seinen weiteren Ausführungen zeigte der Bezirksapostel, nicht nur der Einzelne sei zum Bekenntnis des Herrn gefordert, sondern dies sei auch eine Aufgabe der Gemeinschaft, der Jugendgruppe und der Gemeinde: „Dieses ‚Team‘, in dem du bist, soll den Herrn bekennen!“ Dies betreffe zum Beispiel den Umgang miteinander. Auch sei die Gemeinschaft aufgerufen zu beweisen, dass man dem Herrn treu bleiben könne in schwierigen Situationen, in Prüfungen, Leid, Enttäuschung. Dazu möge sich jeder bemühen, dem anderen beizustehen; man möge einander helfen.

Ferner sollten alle Glaubenden zeigen, dass die Erwartung der baldigen Wiederkunft Jesu Christi in ihnen lebe. „Man muss in unseren Reihen einen Drang zur Vollendung feststellen!“ (Es ist Glaubensziel neuapostolischer Christen, mehr und mehr Jesu Gesinnung und Wesen zu verinnerlichen und sich auf seine biblisch verheißene Wiederkunft vorzubereiten.)

Egoismus präge vielerorts die Gesellschaft – und da sei es schön, „wenn die Stimme des Evangeliums hörbar“ werde.

Zur weiteren Wortverkündigung wurden Bezirksapostelhelfer Dzur, Apostel Otten und Bezirksapostel Ehrich gerufen.

Der Gottesdienst bildete den abschließenden Höhepunkt des Jugendtags, den die neuapostolische Jugend aus Süddeutschland am dritten Septemberwochenende auf dem Olympiagelände feierte. Zu Gottesdienstbeginn hatte Bezirksapostel Schneider Grüße und Segenswünsche des Stammapostels Wilhelm Leber, des höchsten Geistlichen der Kirche, übermittelt, der zeitgleich einen Jugendgottesdienst in der Schweiz hielt. Mit tosendem Applaus beantworteten die Jugendtagsteilnehmer die Frage, ob er den Stammapostel wieder von ihnen grüßen dürfe. Tosender Applaus und ein „Happy Birthday“, das alle 11.500 Versammelten für die Bezirksapostel Schneider und Ehrich sangen (die beide Mitte September Geburtstag feiern), beendete das großartige Fest der Gemeinschaft und schönen Begegnungen.

Siehe auch Jugendtagswebsite