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Ein Fest des Glaubens


Kinder begrüßen den Stammapostel und seine Begleiter vor der Kirche in Dornhan

Zu Gast war Apostel Clément Haeck aus Luxemburg
Apostel Volker Kühnle
Apostel Hans-Peter Schneider

Gottesdienst mit dem Stammapostel

 

(3.7.2012) Am ersten Julisonntag fand in der Kirche in Dornhan im gleichnamigen Kirchenbezirk (Apostelbereich Freiburg) ein Gottesdienst mit dem höchsten Geistlichen der Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, statt. Per Satellit wurde der Gottesdienst in über 370 hierfür ausgerüstete Kirchen in Baden-Württemberg und Bayern übertragen, zudem in einige der von Süddeutschland aus betreuten Länder: nach Bosnien-Herzegowina, Israel, Mazedonien, Serbien und in die Ukraine.

 

„Es ist ein Fest der Barmherzigkeit, das wir heute feiern, aber auch ein Fest des Glaubens“, sagte der Stammapostel zu Beginn der Predigt. Der Begriff „Glaube, glauben“ werde in unterschiedlichem Kontext verwendet, „Glaube“ im Verständnis neuapostolischer Christen wolle er nun so definieren: „Glauben bedeutet Hinwendung zu Gott und zugleich Abwendung von allem, was dem im Wege steht.“ Das bedeute letztlich auch Abwendung vom eigenen Ich, von eigenen (Zweifels-)Gedanken, den Sorgen und Nöten, all dem, was einem zu schaffen mache, was einen als Mensch so bedränge. „In diesem Sinn lasst uns ein Fest des Glaubens feiern: Lasst uns hingewandt sein zu Gott“, appellierte er.

 

Der Stammapostel wurde von Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, von Apostel Clément Haeck aus Luxemburg und den neun Aposteln aus Süddeutschland begleitet.

 

Der Predigt legte er aus Kapitel 19 des Lukas-Evangeliums Vers 9 zugrunde: „Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren“. Dieses Bibelwort ist der Schilderung der Begebenheit entnommen, als Zachäus, ein „Oberer der Zöllner“, unbedingt Jesus sehen wollte, der durch Jericho kam. Da Zachäus klein von Gestalt war, kletterte er auf einen Maulbeerbaum, um trotz der versammelten Menschenmenge Jesus zu erblicken. Dieser rief ihm zu, er möge herabsteigen, denn er werde bei ihm einkehren. Aufgrund der Begegnung mit dem Herrn und dessen Zuwendung zu ihm änderte Zachäus sein Leben.

 

Es brauche also zunächst das Verlangen, den Herrn zu erleben, meinte der Stammapostel. Zachäus habe sich nicht abhalten lassen, und auch die Glaubenden sollten in unterschiedlichen Lebenssituationen und -verhältnissen, in unterschiedlichen Lebensabschnitten sich voll Verlangen Jesus Christus zuwenden. Im Weiteren gelte es dann, den Herrn ins Herz zu lassen („Gehen wir nicht auf Distanz!“), dass er „Wohnung“ darin machen könne. In diesem Zusammenhang sprach der Stammapostel von der „Herausforderung bis ans Lebensende“: „Lassen wir sein Wort Maßstab unseres Lebens sein!“ Zu dem, dass dann ein neues Leben beginne, wenn einem das Heil aus Jesus Christus widerfahre, erläuterte er: „Heil“ sei ein umfassender Begriff; Segen, Rettung und göttliche Hilfe sei damit gemeint.

 

Zur weiteren Wortverkündigung bat der Stammapostel die Apostel Clément Haeck, Volker Kühnle und Hans-Peter Schneider.

 

Ein besonderes Gepräge hatte der Gottesdienst durch das Gedenken an Verstorbene. Aus der Glaubensüberzeugung heraus, dass das Heil in Jesus Christus auch nach dem leiblichen Tod erlangt werden kann, treten die Gläubigen in Fürbitte für Verstorbene ein. In drei Gottesdiensten im Jahr, die zum Gedenken an die Verstorbenen gefeiert werden – traditionell am ersten Sonntag im März, im Juli und im November –, erfolgt auch die Sakramentsspendung für Verstorbene. „Als eine betende Gemeinde haben wir uns zu diesem Gottesdienst mit unserem Stammapostel versammelt – in der Glaubensgewissheit, ein Fest der göttlichen Barmherzigkeit zu erleben. Möge der Herr vielen heilsverlangenden Seelen Gnade, Frieden und Erlösung schenken!“, so der Bezirksapostel vor dem Gottesdienst in Dornhan.

 

Musikalisch gestaltete ein gemischter Chor, den Sängerinnen und Sänger der Gemeindechöre aus dem Kirchenbezirk bildeten und in den ein Kinderchor integriert war (Leitung: Karl-Friedrich Rebholz), den Gottesdienst mit. Die Wortverkündigung einleitend, hatte der Chor das Lied „Ich weiß einen Strom“ (Gesangbuch Nr. 196) vorgetragen, dessen Text – im Bild vom Strom – vom Heil in Jesus Christus kündet. Ein Männerchor (Leitung: Jan Glatthaar) kam ebenfalls zum Einsatz, auch er besang das Evangelium, Gottes Heilshandeln in Jesus Christus: „Eine Botschaft voll Erbarmen“. Ein Streicherensemble unter Leitung von Wilhelm Irion hatte die Gottesdienstbesucher auf das Erleben eingestimmt. Die fast 50 Mädchen und Jungen des Kinderchors hatten die Gäste mit einem Liedvortrag begrüßt.

 

Simultan wurde der Gottesdienst in der Sendezentrale des Verlags Bischoff in Frankfurt/Main in die englische, italienische, spanische, russische und vietnamesische Sprache übersetzt, auch um die fremdsprachigen Gemeinden der Gebietskirche Süddeutschland zu bedienen, vor Ort zudem ins Serbokroatische und Ukrainische. Ehrenamtlich engagieren sich bei dieser Tätigkeit für die Kirche Dolmetscher aus Süddeutschland.

 

Zum Gottesdienst am 1. Juli 2012 mit dem Stammapostel siehe auch Website des Kirchenbezirks Dornhan mit Bildergalerie.