DGS – „Deine Gemeinde (im) Süden“
„Verregneter Anfang – sonniges Happy End“, so könnte man das DGS-Sommerfest des Jahres 2009 in wenigen Worten beschreiben. Doch es war definitiv mehr – Eindrücke und Begegnungen, wie Puzzleteile bei einem Gemeinschaftswerk, wo jeder ein paar in der Hand hält, die er selbst zum Ganzen in Beziehung setzt.
Eindrücke und Begegnungen … da ist die wohl jüngste Teilnehmerin, die mit ihren neun Monaten und ganz großen Augen durch die Gegend krabbelt und die Welt entdeckt; behütet vom liebevollen und wachsamen Blick ihrer strahlenden Mutter. Da ist der zehnjährige „Star“, der beim Tischfußball das 9:9 in einen Sieg verwandelt. Oder der begeisterte, schon pensionierte Hobbyfotograf, der witzige Momente festhält und mit einem schelmischen Lächeln das eben Aufgenommene seinen Tischnachbarn präsentiert.
Von ganz jung bis weise und erfahren; von Augsburg bis Wiesbaden haben sich alle zum traditionellen DGS-Sommerfest im Forum Fasanenhof eingefunden. Schöne Gepflogenheiten etablieren sich eben schnell … Dieses Sommerfest ist erst das zweite seiner Art, aber sicher nicht das letzte! Dafür sorgen schon die lockere Stimmung, die Gesprächsmöglichkeiten, die sich so bei einem Sommerfest ergeben.
Und jeder kann seine Puzzleteile genauer anschauen … Was habe ich erlebt? Was hat mich besonders gefreut? Wen kannte ich bisher nur flüchtig – aber das „Personenkärtle“ an der Pinwand unter dem Motto „Das bin ich“ hat mich den ersten Schritt auf den anderen zugehen lassen. Und aus all den Begegnungen, den Eindrücken, den Gesprächen formt sich ein buntes Ganzes. Das sind wir: DGS – Deine Gemeinde (im) Süden!
DGS: offiziell ist es die Abkürzung für „Deutsche Gebärdensprache“ – die „schönste Sprache der Welt“, wie es da und dort heißt –, mit der schätzungsweise 200.000 gehörlose und schwerhörige Menschen in Deutschland untereinander und mit Hörenden, die diese Sprache beherrschen, kommunizieren. Es ist eine visuell-manuelle Sprache, d.h. Körperhaltung und Mimik, Gesten und Gebärden dienen dazu, Gedanken und Sachverhalte auszudrücken. Die Gebärden unterscheiden sich durch Handform, Handstellung, Ausführungsstelle und Bewegung voneinander. Zum Buchstabieren von Eigennamen oder Vokabeln, deren Gebärden einer der Gesprächspartner oder auch beide (noch) nicht kennen, wird das Fingeralphabet verwendet. In dieser Sprache haben sich die meisten beim Sommerfest verständigt.







